MIG-Löt SchutzgasschweissanlagenMIG-Löten - Die Werkstatt zukunftsorientiert rüsten, für neue Materialien und neue Vorschriften.Verzinkte Feinbleche liegen voll im Trend. Siewerden z. B. im Automobilbau, in der Bau-wirtschaft, in der Lüftungs- und Klimatechnik, inder Haustechnik und in der Möbelindustrie verarbeitet.Warum verzinkt?Zink aufgebracht auf Stahl (elektrolytisch odermittelsFeuerverzinken) erzeugteineBarriereschichtdie vor Korrision schützt.Desweiteren hatZinkeine kathodischeSchutzwirkung. Wird die Zinkschicht beschädigt,so bleibt das Material im Umkreisvon 1-2 mmder Beschädigung dennoch vor Korrisiongeschützt. Durch diese Fernschutzwirkung desZinkswerden zudem nichtbeschichteteSchnittkanten und Mikrorisse geschützt.MIG-Löten - Was ist das ?Hinter dem Begriff MIG-Löten verbirgt sich einHartlötverfahren für verzinkte und beschichteteDünnbleche, sowie höherfestere Stahlbleche.Im Gegensatz zum herkömmlichen Schutzgas-Schweissen (ca. 1600°C) wird beim MIG-Lötender Grundwerkstoff nicht aufgeschmolzen, son-dern eine Hartlötverbindung der Werkstückeunter Verwendung von Löt-Draht (in der RegelZusatzwerkstoff auf Kupferbasis) mit niedrigemSchmelzpunkt von ca. 1000°C hergestellt.Zink beginnt bei etwa 480°C bereits zu verdamp-fen. Dies bedeutet, dass beim herkömmlichenSchweissen die Zinkschicht großflächig verbren-nen würde. Das verdampfende Zink, sowie Oxideführen dann zu Porenbildung, Rissen undBindefehlern. Durch die Verwendung von Zusatzwerkstoffen aufKupferbasis (Bronze) kann mit geringer Wärmegearbeitetwerden. Durch die geringeWärmezufuhr verdampft nur noch wenig Zink undder Bauteilverzug ist reduziert. Die Festigkeitswerte sind relativ hoch und dieLötnaht ist aufgrund der Legierungsbestandteilekorrosionsbeständig, da der Zusatzwerkstoff ausBronze besteht.Das Schliffbild zeigt, dass der Grundwerkstoffbeim MIG-Löten nicht aufgeschmolzen wird.Oberflächenbeschichtungen und -vorbehandlungBleche mit Zinkschichtdicken bis 15 µm sind imallgemeinen problemlosmittelsLichtbogen-lötprozessen zu verbinden. Für aluminierte Grundwerkstoffe werden alumini-umhaltige Lote empfohlen. Zusätzlich könnenverzinkte Bleche organisch beschichtet sein, waseine Anpassung der Bearbeitungsparametererforderlich macht.Damit es zu einer metallurgischen Wechselwirkung zwischen dem Grundwerkstoff und dembenetzenden flüssigen Lot kommt, sollte dieGrenzfläche zum Lotweitgehend metallischblank und frei von Verunreinigungen sein, wasansonsten zu Porenbildung, Bindefehler etc.führt.Zusatzwerkstoffe und HilfsstoffeFür das Lichtbogenlöten werden hauptsächlichdie Drahtelektroden und Schweissstäbe MLCuSi3 und ML CuAl8 eingesetzt. Traditionell hatsich in Deutschland eher der ML CuSi3 durchge-setzt, während in anderen Ländern für ähnlicheAufgaben oft die Legierung ML CuAl8 herangezo-gen wird. ML CuAl8 wird für das MIG-Löten vonEdelstahl eingesetzt, sowie für Verbindungen beidenen dasoptische Aussehen derNahtoberfläche wichtig ist. Dies kann beispiels-weise in der Möbelindustrie von größererBedeutung sein.SchutzgaseZum Lichtbogenlöten werden üblicherweiseArgon, I1 oder Ar-Gemische mit Beimischungenvon CO2 oder O2 eingesetzt. Bei Lotwerkstoffenmit Si- oder Sn-Anteil sind geringe Aktivanteilevon CO2 oder O2 vorteilhaft. Sie stabilisieren denLichtbogen, verringern die Porenneigung, erhö-hen aber den Wärmeeintrag in denGrundwerkstoff.Bei Lotwerkstoffen mit Al-Anteilen bieten sich Ar-He-Gemische ohne Aktivanteil an. N2-Zusätzestabilisieren zwar den Lichtbogen und bewirkeneine breite Naht, sie können aber zu ganz erheb-licher Porenbildung führen. H2 alsSchutzgaskomponente eignet sich zur Steigerungder Lötvorschubgeschwindigkeit, kann aberebenfalls zu Porosität führen. Zur gezieltenAbstimmung des Schutzgases auf die Lötaufgabesollten die Erfahrungen der Schutzgasherstellergenutzt werden.Die Vorteile des MIG-Lötverfahrens aufeinen Blick:-keine Korrosion der Lötnaht-minimale Schweissspritzer-einfache Nachbearbeitung der Lötnaht-niedrigere Arbeitstemperatur-geringer Verzug-reduzierteGefügeveränderung bei höher-festen Stahlblechen-kapillarische Wirkung des Lots, dadurch 1/3höhere Festigkeit bei Rund- und Langlochlöten-geringer Abbrand der Beschichtung-kathodische Schutzwirkung des Grundwerk-stoffes im unmittelbaren Nahtbereich (Zink)-Korrosionsschutz ohne Nachbehandlung-optimaleKontrolle zur Erhaltung derBlechstärke1. Werkstück2. Lötnaht3. Drahtvorschub4. Drahtspule5. Gasdüse6. Kontaktrohr7. Schutzgas8. Lichtbogen+-47832156