Information4Die Schweißverfahren, Materialien und Vorteile der einzelnenSchweisstechniken.WIG-SchweissenWolfram Inert* Gas (*Inert = reaktionsarm)Beim WIG-Schweissen wird zwischen einer nichtabschmelzenden Wolframelektrode und demWerkstückein Lichtbogen gezogen. AlsSchutzgas wird reines Argon verwendet - einEdelgas, das sich mit keinem Element verbindetund daher auch Reaktionen des geschmolzenenMetallesverhindert. Der Zusatzdrahtwirdstromloszugeführt, entweder mitder Hand(Handschweissung) oder maschinell(Automatenschweissung). Esgibtaber auchSchweissarbeiten, die ohne Zusatzwerkstoffauskommen. Vom verwendeten Werkstoff ist esabhängig, ob Gleich- oder Wechselstrom ver-wendet wird.Der Hauptvorteil beim WIG-Schweissen liegt inder breiten Palette von zu verschweissendenWerkstoffen. Schweissbar sind Materialien ab0,3 mm Dicke (automatisiert) wie legierteStähle, hochlegierte Stähle, Aluminium,Magnesium, Kupfer sowie deren Legierungen,unlegierte Stähle, Nickel, Gold, Silber, Titan undnoch viele mehr. Einsetzbar zum Schweissenaller Materialstärken und von Wurzellagen beidickeren Querschnitten.Mit dem WIG-Verfahren erreicht man die bestenErgebnisseim Vergleich zu anderenSchweissverfahren aufgrund von porenfreienSchweissnähten miteiner sehr hohenZugfestigkeit.Wechselstromschweissen: Zum Schweissen von Leichtmetallen. An derWolframelektrode bildet sich eine halbkugelför-mige Wolframkalotte und der Lichtbogen wech-selt in hoher Frequenz vom Minus- zum Pluspol.Gleichstromschweissen:Zum Schweissen von legierten Stählen und NE-Metallen. Die Wolframelektrode wird spitz zuge-schliffen. Der Lichtbogen brennt stabil.HF-Zünden = Berührungsloses ZündenLift-Arc-Zünden = KontaktzündenDas Elektroden-SchweissenElektrodenschweissen isteine einfacheSchweissmethode, mitder man nahezu alleMetalle verschweissen kann. Dieses Verfahrenist auch im Freien und sogar unter Wasser aus-gezeichnet zu verwenden. Beim Elektrodenschweissen wird dieLichtbogenlänge mit der Hand bestimmt - mitdem Elektrodenabstand ändert sich auch dieLichtbogenlänge. Hauptsächlich wird unterGleichstrom geschweisst; z.B. Rutilelektrodensind unter minuspoligem Gleichstrom leicht zuverschweissen; basische Elektroden unter plus-poligem. Die Elektrode istLichtbogenträger undZusatzmaterial. Sie besteht aus einem legiertenoder unlegierten Kerndrahtund einerUmhüllung. Die Umhüllung schütztdasSchmelzbad vor schädlichem Luftsauerstoff undstabilisiertden Lichtbogen. Zusätzlich bildetsich eine Schlacke, die die Schweissnahtschützt und formt. Bei der Elektrode unterscheidet man je nachStärke und Zusammensetzung der Umhüllungzwischen rutilen oder basischen Elektroden.Rutile sind leichter zu verschweissen und wei-sen eine schöne, flache Naht auf. Außerdemläßt sich die Schlacke leichter entfernen. Zubeachten ist, daß viele Elektroden nach längererLagerung rückgetrocknet werden müssen, weilsich aus der Luft mit der Zeit Feuchte ansam-melt. Ansonsten ist Elektrodenschweissen einsehr gängigesund leichtzu handhabendesSchweissverfahren.Das PlasmaschneidenDas Plasmaschneiden wurde ursprünglich nurdort eingesetzt, wo das Brennschneiden undseine Verfahrensvarianten keine oder lediglichschlechte Ergebnisse liefern konnten. Dies giltvor allem für hochlegierte Stähle, Gußeisen,Leicht- und Buntmetalle. Die technischeWeiterentwicklung desPlasmaschneidensinden letzten Jahren sowie die Erhöhung derSchneidgeschwindigkeithaben dazu geführt,dassbeim Schneiden dünnwandigerWerkstücke (etwa 0,5 bis 20 mm) auch aus un-oder niedriglegiertem StahldasPlasma-schneiden immer häufiger eingesetzt wird. Durch die ausschließlich externe Wärmezufuhrverringertsich der EnergiegehaltdesPlasmastrahlsbeim Eindringen in dasWerkstück. Dies führt zu einer sich mit demAbstand zur Werkstückoberfläche verjüngendenSchnittfuge. Von erheblichem Einfluß aufQualitätundWirtschaftlichkeit ist das jeweils plasmabilden-de Medium. Es kann sich dabei um Druckluftoder ein Gasgemisch handeln. Bei Druckluft istzu beachten, dass es sich um absolut reinerDruckluft handelt.Das Plasmagas wird unter Druck in den Raumzwischen Elektrode und Düse geführt. ZurInbetriebnahme eines Plasmabrenners wird mitHilfe einer hochfrequenten Hochspannungs-entladung ein Pilotlichtbogen gezündet. Dieserbrennt mit geringer Leistung zwischen Düse undElektrode, er versetzt das Schneidgas infolgethermischer Dissoziation und Ionisation in denPlasmazustand. Das Plasmaschneiden eignet sich besonders,für Stahl, CrNi- oder Aluminium-Bleche.MIG/MAG-Schweissen istdasam häufigstenangewendete Schweissverfahren auf der gan-zen Welt. Dies ist zurückzuführen auf die vielfäl-tigen Einsatzmöglichkeiten, der EntfallderSchlackenreinigung, daseinfache einseitigeDurchSchweissen und der tiefe Einbrand. Dieleichte Anwendung in allen SchweisspositionenmachtdiesesVerfahren noch interesanter,besonders auch von wirtschaftlicher Seite aus.Das MIG/MAG-Verfahren ist eine maschinelleSchutzgasschweissung, bei der ein Lichtbogenzwischen der stromführenden Drahtelektrodeund dem Werkstück unter Schutzgas (= aktiveoder inerte Gase wie Mischgase) brennt. AlsElektrode dientder maschinellzugeführteDraht, der im eigenen Lichtbogen abschmilzt.Das MAG-VerfahrenGeeignet für Stahl, unlegierte, niedriglegierteund hochlegierte Ausgangsstoffe und ist des-halb idealdaher in der Produktion und beiReparaturschweissungen. Die Anwendungerfolgt bei Blechdicken ab 0,6 mm.Das MIG-VerfahrenIm Gegensatz zum MAG-Verfahren wird das MIG-und das neue MIG-Lötverfahren bei Aluminiumund Kupferwerkstoffen eingesetzt unter Zugabevon inerten (= reaktionsarme) Gasen wie Argon.Hier können Wandstärken ab 2,0 mmgeschweisst werden (MIG-Löten ab 0,5 mm).Für dünnere Materialien isteineImpulsstromquelle oder die WIG-Methode zuempfehlen.DasMIG-MAG-Schweissverfahren istein sehrvielfältiges Schweissverfahren, jedoch mit derEinschränkung, dass bei Schweissarbeiten imFreien der Schweissplatz vor Zugluft und Nässegeschützt werden muß, um den Schutzgaseffektzu erhalten.MIG - MAG SchweissenMetall-Inert*-Gas - Metall-Aktiv-Gas(*Inert = reaktionsarm)